Prof. Dr. Franz T. Fürsich
![]() |
Prof. F. T. Fürsich Institut für Paläontologie Pleicherwall 1 97070 Würzburg Tel: 49 - 931 - 312596 e-mail: franz.fuersich@mail.uni-wuerzburg.de |
Zur Zeit laufende Forschungsvorhaben
Fazielle und ökologische Trends im Jura-Becken von Kachchh (W-Indien)
Das perikratonische Becken von Kachchh lag zur Jurazeit am Südrand
des Tethys-Ozeans und wurde im Zeitraum Bajoc bis Mittelkreide mit mehr als
1000m mächtigen Sedimenten aufgefüllt. Gute Aufschlußverhältnisse
und eine reiche Fossilführung im jurassischen Abschnitt der Schichtenfolge
erlauben exemplarisch, die Wechselwirkungen zwischen der Sedimentationsgeschichte,
Meeresspiegelschwankungen und der Faunenentwicklung im Becken aufzuzeigen.
Dies geschieht mit Hilfe sedimentologischer und palökologischer Untersuchungen,
für die als Grundlage ein litho- und biostratigraphisches Gerüst
erstellt wird sowie die wichtigsten Benthosgruppen taxonomisch bearbeitet
werden. Das Vorhaben wird in Zusammenarbeit mit Kollegen aus Indien (D.K.
Pandey, Rajasthan University, Jaipur, und A.K. Jaitly, Banaras Hindu University,
Varanasi) durchgeführt.
Taphonomie von Schillen
Die taphonomische Analyse von Schillen erlaubt, ausgehend vom Gefüge
und dem Erhaltungszustand der Komponenten, Rückschlüsse auf den
Ablagerungsmodus, das Herkunftsgebiet der Komponenten und damit auch auf den
Ablagerungsraum. Sie sind damit ein wichtiges Hilfsmittel der Beckenanalyse.
Dies läßt sich exemplarisch an Mollusken-dominierten Schillen des
westindischen Jura sowie an Echinodermen-, Mollusken- und Brachiopoden-dominierten
Schillen der südindischen Kreide demonstrieren.
Mesozoische Ablagerungsräume und ihre Faunen im Mesozoikum des Kimmerischen
Kontinents (Zentraliran)
Sedimentologische und palökologische Untersuchungen der spättriassischen
und jurassischen Schichtenfolge des Zentralirans sollen dazu beitragen, die
komplexe Ablagerungsgeschichte des ost-zentraliranischen Mikrokontinents zu
rekonstruieren, der sich im Verlauf der Trias von Gondwana losgelöst
hat und gegen Ende der Trias mit der eurasischen Platte kollidiert ist. Das
Projekt wird in Zusammenarbeit mit Kollegen aus dem Iran (K. Seyed-Emami,
Tehran University; A. Aghanabati, Geological Survey of Iran) und der Universität
Erlangen (B. Senowbari-Daryan) durchgeführt.
